Ratgeber – Gitarre Üben

Wie sollte ich richtig Gitarre üben?

Wie kannst du dich auf der Gitarre am effizientesten verbessern? Klar: durch Üben! Wichtiger, ist aber nachweislich die Begeisterung, mit der man bei einer Sache ist! Da das Wort Üben, oft als unangenehm empfunden wird wollen wir lieber mit Begeisterung spielen. Ist man dazu noch konzentriert und entspannt zugleich, werden hervorragende Lernerfolge erzielt.

Ich zeige ich dir ein paar Tricks, wie die ganze Sache Spaß macht! Mit diesen Tipps kannst du zeitsparend an dein Ziel kommen, die Motivation behalten und konzentriert und entspannt üben, um Misserfolge und Frustration zu vermeiden.

Erstens: richtige Zeiteinteilung

 

Trage dir deine Übungszeiten in deinen Kalender Zuhause oder ins Handy ein, oder schreibe sie auf einen Zettel. Jeder lernt in einem anderen Rhythmus: der eine lernt besser am Tag, der andere bei Nacht. Versuche fixe Übungszeiten und eine fixe Übungsdauer einzuhalten. So wird das Üben zu etwas Selbstverständlichem.

 

Zweitens: passende Umgebung

 

Nimm dir die Gitarre, dein Smartphone, die Noten und was du sonst noch brauchst mit und vermeide Ablenkungen. Du wirst zum Beispiel nie an einem lärmenden Ort konzentriert üben können. Nimm dir kurz Zeit, um den Ort, an dem du üben möchtest, einzurichten, damit du dich dort wohlfühlst und möglichst ungestört für die gewünschte Dauer bleiben kannst.

 

Drittens: Aufgaben und Ziele definieren

 

Deine Lernziele sollten vor dem Üben geklärt werden. Das vermeidet Misserfolg und Frustration. Stecke dir erreichbare Ziele vor dem Üben. Du kannst sie etwa auf einen Notizblock oder auf dein Notenblatt schreiben. Merke später an was du erreicht hast. Wenn du deine Lernziele nicht in dieser Übungseinheit schaffst, wirst du sie in der nächsten erreicht haben. So kannst du deinen Fortschritt mitverfolgen, bleibst fokussiert und motiviert.

 

Viertens: Entspannung und Konzentration

 

Jeder hat eine andere Aufmerksamkeitsspanne. Versuche herauszufinden, wie lange du aufmerksam bleibst. Übe in dieser Zeit langsam und konzentriert. Wichtig: Dein Gehirn merkt sich nämlich auch die Fehler, die du machst und sie könnten zur Gewohnheit werden. Wenn du eine Passage fehlerhaft spielst, nimm dir kurz Zeit und mache dir bewusst, wo genau das Problem liegt. Spielst du zu schnell? Liegt es an der Haltung, der Finger, dem Daumen? Versuche den Teil dann langsamer und fehlerfrei zu spielen, damit du dich verbesserst.

 

Fünftens: Ankommen

 

Versuche, während des Übens, konzentriert bei der Sache zu sein. Das erreichst du durch richtiges „Ankommen“. Setze dich auf deinen Sessel und mache dir bewusst, dass du jetzt in diesem Moment hier sitzt. Atme tief durch und spüre dein Gewicht auf deinem Stuhl. Lass störende Gedanken einfach vorbeiziehen und mache dir eine kleine Notiz für später im Hinterkopf. Atme noch einmal tief aus und freue dich auf deine wohlverdiente Übungseinheit. Konzertgitarristen nutzen dieses „Ankommen“ auf der Bühne vor den Stücken. Diese Einstimmung schärft den Fokus.

Einige Gitarristen machen vor dem Üben Atemübungen oder Entspannungsübungen wie Yoga, um das Gehirn zu erfrischen. Auch sehr empfehlenswert!

 

Wie du dir technische Voraussetzungen schaffst und schwierige Stellen übst, erfährst du in den Videos und Kursen.